Maniac
Originaltitel: Maniac
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 1980
Regie: William Lustig

Darsteller: Joe Spinell, Caroline Munro, Abigail Clayton, Kelly Piper, Rita Montone, Tom Savini, Hyla Marrow, James Brewster, Linda Lee Walter, Tracie Evans, Sharon Mitchell, Carol Henry

SPOILER WARNUNG ANFANG:

Serienkiller Frank Zito (Joe Spinell) versetzt die Straßen von New York City in Angst und Schrecken. Unbarmherzig geht der Psychopath gegen seine Opfer vor, die gequält, getötet und skalpiert werden. Die Ursache ist tief in seiner Kindheit verankert, wo er von seiner Mutter, einer Prostituierten, pausenlos misshandelt wurde. Seine Welt besteht nur aus Schaufensterpuppen, die detailgetreu mit Haaren und Kleidern seiner Opfer ausgestattet sind. Eine zufällige Begegnung im Central Park mit der Fotografin Anna (Caroline Munro), die zunächst vielversprechend erscheint, lässt seine gestörte Seite auffliegen...

Quelle: ofdb.de
SPOILER WARNUNG ENDE::

Wissen:
Der Film wurde 1981 für einen Saturn Award in der Kategorie „Bester Low-Budget Film“ nominiert.
Bei einem Budget von ca. 350.000 US-Dollar erzielte der Film allein in den USA ein Einspielergebnis von ungefähr sechs Millionen US-Dollar. Gedreht wurde in New York City vom 21. Oktober 1979 bis zum 18. Januar 1980 auf 16-mm-Film. Hauptdarsteller Joe Spinell war maßgeblich an der Produktion des Drehbuchs und der Charakterentwicklung beteiligt.
Maniac wurde auf dem Cannes Film Festival 1980 uraufgeführt. In Deutschland lief der Film am 14. November 1980, in den USA am 26. Dezember 1980 in den Kinos an. In Deutschland wurde der Film kurz nach seiner Veröffentlichung beschlagnahmt, ist heute aber wieder ungekürzt auf DVD erhältlich.
Der bekannte Song Maniac von Michael Sembello wurde durch den Film inspiriert. Später wurde das Lied umgeschrieben und 1983 im Soundtrack des Films Flashdance verwendet. Der Song erhielt eine Oscar-Nominierung, wurde jedoch disqualifiziert, da er nicht speziell für Flashdance geschrieben wurde
Kritik:
Der Film ist schon sehr gut, auch wenn er mehr als 30 Jahre alt ist und eher als Low Budget bezeichnet werden muss. Doch die ganze Stimmung des Streifens und die Präsens des Darstellers Joe Spinell tragen dazu bei, das der Film wirklich jede Sekunde düster und spannend ist. Die Geschichte ist zwar einfach, aber mit solch vielen Morden und Ausschmückungen kranker Phantasien bereichert, das er sich einfach von anderen Killerfilmen abhebt. Die Spezialeffekte von Tom Savini tun da ihr übriges: mit perverser Deutlichkeit wird hier ein Kopf weggeschossen, Frauen der Hals aufgeschnitten oder sogar skalpiert. Die Szenen werden dabei nicht nur einfach gezeigt, sondern immer mit gnadenloser Deutlichkeit gezeigt. Das führte allerdings Mitte der 80er Jahre zu großen Zensurproblemen für diesen Film. Im August 1983 stellte das Amtsgericht München fest, das dieser Film den Tatbestand einer Gewaltverherlichung erfüllt und beschlagnahmte ihn. Das Besondere daran ist, das er praktisch der erste verbotene Film kurz vor "Tanz der Teufel" war, der den Anfang einer langen Liste von rund 100 Titeln bildete.
Bewertungen:
  • Horror Suchti: 9/10
  • Gelegenheitskonsument: 6-7/10